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Porzellan

Antiquitäten Porzellan- das weiße Gold

Das im 15. Jahrhundert von Marco Polo nach Europa gebrachte Porzellan ist heute zu einem beliebten Sammlerstück geworden. Seine Ursprünge hat es im Kaiserreich China. Hier wurde der Herstellungsprozess um 620 entwickelt. Lange Zeit wurde ein Geheimnis um die Erzeugung von Porzellan gemacht, ehe dann Anfang des 18. Jahrhunderts Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus in Meißen dieses Wissen neu entdeckt haben. Bis heute zählt die Manufaktur des Meißener Porzellans zu den größten und bekanntesten in Deutschland.

Porzellan, auch aus der näheren Umgebung:

Porzellan, das auch weißes Gold genannt wird, ist durch seinen dichten Scherben, muscheligen Bruch und seine große Härte gekennzeichnet. Darüber hinaus ist es bis zu einem gewissen Grad transparent und weist einen hellen Klang auf.
Die Bestandteile des beliebten Sammlergegenstandes sind im Wesentlichen drei: Feldspat, Quarz und eine Tonsubstanz, auch Kaolin genannt. Das Porzellan lässt sich unterscheiden zwischen Weich- und Hartporzellan, wobei die Anteile der oben genannten Bestandteile den Unterschied der beiden Arten ausmachen. Die Fertigstellung von Porzellan erfolgt normalerweise in zwei Brennvorgängen, in denen sich die Bestandteile zu einem weißen, glatten und harten Material verbinden. Zunächst erfolgt ein Schrühbrand mit einer Temperatur von ca. 900 °C – 1000 °C, gefolgt von dem Glasieren und dem abschließenden Glattbrand, der die Glasur schmelzen lässt und mit einer dekorativen, schützenden Außenhaut überzieht. Des Weiteren ist es durch Zwischenschritte möglich, einen In-, Unter- oder Aufglasurdekor in das Porzellan einzuarbeiten. In einigen Fällen erfolgt sogar ein dritter Brand, bei dem Dekore aus Echtgold oder Edelmetallen aufgebracht werden, der den Scherben an sich jedoch nicht mehr verändert. In der industriellen Serienfertigung ist es inzwischen üblich geworden, Flachgeschirr durch einen Monobrand herzustellen. Die Besonderheit des Porzellans – im Gegensatz zu anderen Keramikprodukten – liegt darin, dass der Feldspatanteil beim Brennen zwar schmilzt, beim Abkühlen jedoch nicht wieder kristallisiert, sondern eher „verglast“.

Es gibt, obwohl in der Vergangenheit durch einen regelrechten Porzellan-Aufschwung viele Manufakturen wieder schließen mussten, eine große Anzahl von Manufakturen, die inzwischen eine lange Tradition haben und deren Porzellan sehr beliebt und international anerkannt ist. So zum Beispiel das zu Anfang genannte Meißener Porzellan. Aber auch die Porzellanmanufaktur in Fürstenberg weist eine inzwischen 260jährige Tradition auf und ist ebenso beliebt wie beispielsweise das Arzberger Porzellan, das es seit 1931 gibt. Neben diesen sollte auch die zweitälteste deutsche Manufaktur, nämlich die Höchster Porzellanmanufaktur nicht unerwähnt bleiben. Weitere nennenswerte Häuser sind die königliche Porzellan-Manufaktur Berlin KPM, die Reichenbach GmbH und die Nymphenburger Porzellanmanufaktur.

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